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UMWELTKONTROLLSYSTEM JAMES II ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

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UMWELTKONTROLLSYSTEM
JAMES II
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

Januar 1996 - Version 1.0
EINFÜHRUNG
Die FST benötigte drei "Mann/Jahre" um die zweite Generation ihres Umweltkontrollsystems JAMES
zu entwickeln. Doch bevor der Leser das neue Produkt entdecken soll, scheint es uns interessant,
ihn über die zahlreichen Überlegungen zu informieren, die im Zusammenhang mit dieser Arbeit
unternommen wurden. Es handelt sich hier nicht um rein technische Betrachtungen, sondern eher
um die Richtlinien des Globalkonzeptes, und um jene, die sich spezifisch auf das Produkt beziehen.
Immer mehr spezialisierte Firmen bieten auf dem Markt Umweltkontrollsysteme an, die ähnlich
funktionieren wie JAMES I. Es ist nicht einfach, diese Produkte zu beurteilen, und unseres Wissens
nach existiert zum heutigen Tage keine vergleichende Studie, die diesen Bereich vollumfänglich
behandelt; was wir übrigens sehr bedauern. Um solche Produkte objektiv miteinander vergleichen
zu können, muss der Experte über ein solides Grundwissen verfügen, das sich nicht nur auf die
technische Seite bezieht, sondern auch auf die anwendungsbedingte. Das Fehlen spezifischer
Studien ist mithin ein Grund, weshalb das Fachpersonal der Wiedereingliederung, in erster Linie
Ergotherapeuten, Schwierigkeiten haben, einer behinderten Person beratend zur Seite zu stehen,
wenn es darum geht, das für ihre Bedürfnisse und Wünsche am besten geeignete Material zu finden.
Wir sind der Meinung, dass es Aufgabe des Herstellers ist, diese Lücke zu schliessen und zwar
indem er eine Liste erstellt, die so vollumfänglich wie nur möglich die Charakteristiken seines
Produktes aufzeigt. Ein solche Liste soll nicht nur die technischen Aspekte behandeln, sondern auch
die Bedürfnisanalyse mit einbeziehen, die zu Beginn der Produkteplanung erstellt wurde.
Wir behaupten nicht, dass uns dies in diesem Dokument einwandfrei gelungen ist; wir haben uns
aber darum bemüht, die Betrachtungsweise so zu gestalten, dass das Produkt JAMES II s o
vollumfänglich wie nur möglich veranschaulicht wird und die Bedürfnis- und Nachfrageanalyse, die
der Realisierung des Produktes zugrunde lag, ebenfalls mit einbezogen wird.
JAMES I ist seit September 1987 auf dem Markt erhältlich. Ungefähr 4'500 Personen in der Schweiz
und im Ausland benützen ihn tagtäglich. Es wäre kaum möglich gewesen, alle Benützer über die Vorund
Nachteile dieses Produktes zu interviewen; aus diesem Grund haben wir uns auf eine
bestimmte Anzahl Ansprechspartner beschränkt.
Wir möchten an dieser Stelle auch den Herstellern, Benützern und Verteilern der
Konkurrenzprodukte danken. Sie haben mitgeholfen, unsere Überlegungen zu vervollständigen und
zu bereichern.
UMWELTKONTROLLE: Bedürfnisanalyse
Wir wissen heute, dass die Umweltkontrolle Grundlage aller Einrichtungen ist, die in diesem Bereich
vorgenommen werden. Bedingung ist, dass der Benützer einer solchen Installation in die Bedienung
des Gerätes eingeführt und letzteres voll und ganz seinen Ansprüchen angepasst wird. Es besteht
kein Zweifel; ein Umweltkontrollgerät muss schlau konzipiert sein und den Bedürfnissen des
Benützers individuell angepasst werden können.... andernfalls wird auch die ausgeklügeltste aller
Anlagen nur dürftige Ergebnisse hervorbringen.
Die charakteristischen Bedürfnisse eines solchen Produktes können im wesentlichen auf folgende
Punkte zusammengefasst werden:
Benutzerfreundlichkeit:
Im allgemeinen sollte ein Produkt so beschaffen sein, dass es so intuitiv wie
nur möglich bedient werden kann. Es nützt nichts, eine Vielzahl von
Möglichkeiten vorzuschlagen, wenn diese schlussendlich nicht benützt
werden oder dem Anwender zu kompliziert sind.
Betriebssicherheit: Ein Umweltkontrollsystem garantiert seinem Benützer eine gewisse Sicherheit.
Dementsprechend muss ein solches System eine maximale Zuverlässigkeit,
auch unter oft sehr schwierigen Anwendungsbedingungen, garantieren und
jenen Sicherheitsrichtlinien ähneln, die im medizinischen oder militärischen
Bereich gelten.
Autonomie: Die Energiezufuhr für ein solches Gerät ist begrenzt. Es wird darum gehen,
eine so vorteilhafte Energieverwaltung wie nur möglich vorzusehen.
Tragbarkeit Behinderte Personen können sich oftmals nur mit ihrem Rollstuhl fortbewegen.
Ein Umweltkontrollsystem muss konsequenterweise mühelos tragbar sein. Nur
selten bleiben die Benützer an ein und demselben Ort.
Unterhalt Auch wenn zahlreiche Vorsichtsmassnahmen vom Hersteller berücksichtigt
werden müssen, um die gültigen Qualitätsvorschriften zu respektieren, s o
wäre es trotzdem ein Fehler, nicht an das Auftreten möglicher Pannen zu
denken und Vorkehrungen zu deren Behebung zu treffen.
Evolution: Hinsichtlich der Vielfalt der Wünsche und Fähigkeiten der Benützer, sollte sich
ein Umweltkontrollsystem so gut wie möglich den Charakteristiken der
Mehrzahl der Hilfsmittelbenützer anpassen, und den möglichen Entfaltungen
ihrer Wünsche (und Fähigkeiten), die sich in den Monaten nach der
Inbetriebnahme herauskristallisieren, Rechnung tragen.
Technologie : Es ist unerlässlich, die neusten technologischen Errungenschaften mit
einzubeziehen, damit das Produkte so lang wie möglich aktuell bleibt und auf
dem Markt erhältlich ist. Häufiges Auswechseln eines Apparates erschwert die
Verordnung und die Ausbildung und führt schlussendlich dazu, dass der
Hilfsmittelbenützer benachteiligt wird.
Kombinierte
Möglichkeiten: Noch vor fünf Jahren wünschte sich die Mehrzahl der
Umweltkontrollbenützer keinen direkten und parallelen Zugang zu anderen
technischen Hilfen. Heute kann man immer häufiger feststellen, dass zum
Beispiel ein Befehlselement für den elektrischen Rollstuhl, eine
Kommunikationshilfe oder eine Hilfe für die Anpassung des Arbeitsplatzes
zusätzlich zum Umweltkontrollsystem installiert werden. So gesehen bietet die
Kombinierung verschiedener Geräte zahlreiche Vorteile, sowohl vom
technischen, wirtschaftlichen und praktischen Standpunkt her.
PFLICHTENHEFT JAMES II S OWIE E FFEKTIVE C HARAKTERISTIKEN
Nach Analyse verschiedener, auf dem Markt erhältlicher Umweltkontrollsysteme und aufgrund
zahlreicher zusammengetragener Erfahrungen mit JAMES I und gewissen Konkurrenzprodukten,
haben wir eine Liste zusammengestellt, die, unserer Meinung nach, die Qualitäten festlegt, die ein
tragbares Umweltkontrollsystem aufweisen sollte. Diese Arbeit stellt, in einem gewissen Masse, das
Pflichtenheft von JAMES II dar.
Allgemeine
Leistung: Der Hersteller eines Umweltkontrollsystems muss sich mit folgendem Dilemma
auseinandersetzen: Die Benützer des Systems (Behinderte und/oder
Fachpersonal der Wiedereingliederung) sind sehr unterschiedlich und haben
dementsprechend ganz verschiedene Wünsche und Bedürfnisse. Hinzu
kommt, dass sich die anfänglich manifestierten Bedürfnisse und Wünsche
bereits nach einigen Monaten Systembenützung ändern, was durchaus logisch
ist. Demgegenüber steht aber die Produktionsmöglichkeit eines Lieferanten.
Möchte dieser allen Wünschen gerecht werden, müsste er nicht nur ein
einzelnes Produkt, sondern eine ganze Produktepalette entwickeln. Aus
wirtschaftlich sehr einleuchtenden Gründen, muss dies aber zum vornherein
ausgeschlossen werden. Der Verbrauchermarkt ist zu klein, um einem
Hersteller einen gewinnbringenden Vertrieb einer ganzen Produktepalette
garantieren zu können.
Der Hersteller eines solchen Produktes muss sich immer vor Augen halten,
dass gerade in diesem Bereich, nicht in erster Linie die technische
Leistungsfähigkeit zählt, sondern die Fähigkeit des Menschen, diese
auszuschöpfen. Um dem Dilemma der Vielfältigkeit der Wünsche im Vergleich
zum Marktpotential (das ja wirtschaftlich ein realisierbares Produktesortiment
einschränkt) entgegenzutreten, besteht die Möglichkeit, mehrere
Konfigurationen oder mehrere Funktionsarten einzubauen. Obwohl man nie
alle Ansprüche befriedigen kann, ermöglicht diese Art von Konzeption, dass
man mit ein und demselben Basisgerät den Ansprüchen der Mehrzahl der
Benützer gerecht werden kann.
Die durch die Anwendung eines Umweltkontrollsystems erhaltene
Lebensqualität steht in direktem Zusammenhang:
• mit dem Produkt und den darin verwendeten Technologien und deren
Zusammensetzung,
• mit dem Personal und den vorhandenen Kompetenzen; ob Helfer aus der
Rehabilitation oder Bedienungsfachmann aus dem technischen Bereich, es
kommt vorwiegend darauf an, inwieweit diese Person kompetent das Produkt
den Wünschen des Benützers (Hilfeempfänger) anpassen kann,
• mit der Programmierung oder Parameterstellung des Umweltkontrollgerätes.
Wir glauben, dass sich die erfahrenen Fachleute aus diesem Bereich mit den
oben zitierten Punkten einverstanden erklären. Im praktischen Alltag hat uns
die Erfahrung jedoch gelehrt, dass die Mehrheit der angetroffenen
Schwierigkeiten relativ häufig auf Inkompetenz von seiten der Operatoren
zurückzuführen ist. Das kommt daher, dass vernachlässigt wurde, wie wichtig
dieses Wissen eigentlich ist und, konsequenterweise, die zum Erlernen
notwendigen Mittel nie zur Verfügung gestellt worden sind.
Bedienungsebene: Produktefabrikanten haben höchstwahrscheinlich festgestellt, dass bei
ungenügenden Resultaten vorwiegend die Qualität des Produktes, oder der
darin verwendeten Technologie, angezweifelt wird, und nicht die fehlende
Erfahrung des Operators.
JAMES II: Es handelt sich um ein eigenständiges Produkt mit drei
Programmierungsebenen, je nach Kompetenz des Benützers oder
Bedienungsfachmannes. Bedienungsfachleute können in drei Kategorien
eingeteilt werden:
1. JUNIOR-EBENE: In diesem Programmierungsmodus gehen wir davon aus,
dass der Hilfeempfänger (= Hilfsmittelbenützer) über keinerlei Kenntnisse
verfügen muss, um JAMES II programmieren zu können. Dies bedeutet
hingegen, dass die Leistungsfähigkeit des Produktes eingeschränkt ist. In
diesem Fall könnten alle Dienstleistungen von seiten des Herstellers bezüglich
Hilfeleistungen oder Beratungen, in Rechnung gestellt werden.
2. SENIOR-EBENE: Um eine SENIOR-Beglaubigung zu erhalten, ist die Teilnahe
eines betreuenden Helfers (z. B. Ergotherapeut) an einem
Basisausbildungsprogramm wünschenswert. Dieser Kurs wird ihm erlauben,
seine Kompetenzen in bezug auf folgende Punkte weiterzuentwickeln: die
Verordnung; das Konzept einer einfachen Installation; Verhaltensformen der
Hilfsmittelbenützer und gewissen Helfertypen; das auf dem Markt offerierte
Angebot an Umweltkontrollsystemen; die Programmierung; die Inbetriebnahme
des Produktes sowie gewisses technisches Basiswissen, wie zum Beispiel
Erklärungen bezüglich der Übermittlung von Infrarot-Strahlen. Der "SENIORBeglaubigte"
wird weniger oft die ausschliesslich auf der JUNIOR-EBENE
vorgeschlagene technische Assistenz in Anspruch nehmen.
3. PROFI-EBENE: Eine "PROFI-BEGLAUBIGUNG" kann nach der Teilnahme an
einem spezifischen dreitägigen Seminar abgegeben werden. Bedingung ist
jedoch, dass der Absolvent vorher den SENIOR-Grundkurs besucht hat. Das
Profi-Seminar behandelt die im vorherigen Kurs angeschnittenen Themen sehr
viel ausführlicher. Eingehend behandelt werden all jene Themen, welche die
optimale Anpassung des Produktes JAMES II an diverse technische
Einrichtungen, an Bedürfnisse und reell vorhandene Wünsche, an Fähigkeiten
und Einschränkungen von seiten des Hilfsmittelbenützers, erlauben. Ein
Schlussexamen ermöglicht den Erhalt der "PROFI-BEGLAUBIGUNG".
Diese drei Kompetenzebenen entsprechen drei Ebenen der Programmierung,
der Benützung und der Leistungsfähigkeit von JAMES II. Die JUNIOR und
SENIOR Ebenen können vom Benützer oder Bedienungsfachmann selbst
angewählt werden. Die PROFI-Ebene hingegen, kann nur mit Einverständnis
des Verteilers programmiert werden, da der Zugang zu JAMES II nur über
einen Code gewährt ist, der jedem Gerät eigen ist.
Auch wenn eine Person nicht über die zur Bedienung der SENIOR-Ebene
notwendigen Kompetenzen verfügt, kann sie JAMES II trotzdem in diesem
Modus bedienen. Sie wird aber auf Schwierigkeiten stossen, die das
Endergebnis beeinträchtigen können. In diesem Falle können aber weder
Hersteller noch Verteiler verantwortlich gemacht werden.
Eine Liste mit der Beschreibung der Möglichkeiten aller drei Kompetenzebenen
von JAMES II befindet sich im Anhang.
Benutzerfreundlichkeit:
Im Idealfall sollte jeder elektronische Apparat (inklusive Computer) so einfach
wie nur möglich zu bedienen sein und die zur Anlehre notwendige Zeit so kurz
wie möglich ausfallen. Je schwieriger ein Apparat zu bedienen ist, um s o
grösser ist das Risiko, dass der Benützer nicht angemessen damit umgehen
kann. Der gute Ruf des Produktes kann sehr schnell darunter leiden. Aus
diesem Grund bemühen sich heutzutage die Hersteller, die Produkte s o
benutzerfreundlich wie nur möglich zu konzipieren. Unserer Meinung nach
wurde dieses Ideal noch von keinem Hersteller erreicht, auch von uns nicht.
Jedoch haben wir unser Bestes gegeben: Gemäss unseren Einschätzungen
investierten wir etwa 40 % der zur Entwicklung von JAMES II benötigten Mittel
in die Benutzerfreundlichkeit!
Das Prinzip, das angewendet werden muss, um eine optimale
Benutzerfreundlichkeit zu erreichen, könnte man folgendermassen
umschreiben:
... im Rahmen des Machbaren, sollte der Apparat dem Benützer und dem
Bedienungsfachmann alle notwendigen Information geben, damit die
gewünschten Funktionen korrekt ausgeführt werden können.
JAMES II: Die Anzeige (der Bildschirm) von JAMES II stellt den Dialog zwischen
dem Gerät und dem Hilfsmittelbenützer her. Im Bedienungsmodus gibt die
Anzeige der behinderten Person Auskunft über die Gesamtheit der von ihr
getätigten Handlungen (Aktionen). Im Programmierungsmodus oder während
der Parameterstellung zeigt sie "On line" die Gebrauchsanweisung auf, was die
Arbeit des Bedienungfachmanns vereinfacht. In der Nacht schaltet ein
Dispositiv automatisch eine Beleuchtung ein, sobald die Lichtverhältnisse dies
erfordern.
JAMES II: Das Konzept der Tastatur: Auf der Tastatur befinden sich maximal
24 Tasten. Verkoppelt man je zwei Tasten, wird die Gesamtanzahl um die
Hälfte verringert. Jede Taste muss die zur Bedienung der Anwendung
notwendigen graphischen Informationen aufzeigen. Verglichen mit JAMES I
erlaubt die Erweiterung der Tastenzahl von 16 auf 24 die Darstellung aller
notwendigen Information, und dies in einem akzeptierbaren Format. Aus
diesem Grund ist JAMES II ein bisschen grösser als JAMES I.
Die Tastaturen: Die Art und Weise, wie man mit einem solchen Produkt umgeht, kann, je nach
Fähigkeit des Benützers, sehr unterschiedlich sein. Bei JAMES I haben wir eine
Korrelation festgestellt, zwischen der Fähigkeit, die Handhabung des
Produktes begriffen zu haben und der Anzahl der gewünschten Funktionen.
Gleichwohl erweisen sich mehrere Bedienungsmodi (inklusive mehrerer
Tastaturen) als ideal. Vom Standpunkt der Benutzerfreundlichkeit bedeutet die
intuitivste Bedienungsart, dass jede Taste einer klar definierten Funktion der
Umweltkontrolle entspricht und auch dementsprechend ausgezeichnet ist.
Diese Zugangsart nennen wir den DIREKT MODUS. Nachteil dieses Modus ist
die sehr begrenzte Anwendungspalette des Gerätes. Um Zugang zu einer
erweiterten Anzahl von Funktionen zu erhalten, muss ein Codierungssystem
erarbeitet werden, indem man zum Beispiel Tasten miteinander kombiniert.
Diese Bedienungsart nennen wir den KOMBINIERUNGS MODUS. Ein Beispiel:
werden die Tasten TV und 2 miteinander kombiniert, erhält man den zweiten
Fernsehkanal.
Es scheint uns übrigens angebracht, die Benutzerfreundlichkeit je nach
gewünschten Funktionsformen zu definieren. Was hat Vorrang: eine einfache
Bedienung mit direktem Zugang zu den gewünschten Funktionen, oder einer
erweiterte Anwendungsart mit einer höheren Anzahl verschiedener
Möglichkeiten. Die erste Kategorie bezieht sich auf sogenannt prioritäre
Funktionen, wie zum Beispiel Notruf, Telefonieren oder Lichtanschalten. Die
zweite Kategorie beinhaltet weniger notwendige Funktionen, wie zum Beispiel
die Auswahl eines TV-Senders.
JAMES II: beschränkt sich nicht auf einen einzigen Zugangsmodus. Er bietet
den DIREKT MODUS (12 oder 24 Tasten), den KOMBINIERUNGS MODUS,
mit oder ohne "Seiten" aber inklusive mehrerer Direkttasten (12 oder 24
Tasten), sowie den MULTIMODE MODUS, der gewissermassen einen
Kompromiss zwischen den verschiedenen Basismodi darstellt.
Zugangsarten: DIREKT MODUS: Bestimmt für Benützer, deren intellektuellen Fähigkeiten
oder aber die Bedürfnisse limitiert sind.
JAMES II: Jede Taste entspricht einer Funktion. Über die Tastatur können 12
oder 24 Tasten (12 Tasten, wenn diese untereinander verkoppelt werden)
bedient werden. Der Benützer oder Bedienungsfachmann kann
abwechslungsweise die Anzahl verringern, indem er die Tasten miteinander
verkoppelt (indem mehrere Tasten oder Tastenpaare mit dem gleichen Inhalt
programmiert werden), ganz wie es ihm beliebt.
KOMBINIERUNGS MODUS: Bestimmt für Benützer ohne Lernschwierigkeiten,
die eine erweiterte Anzahl Möglichkeiten wünschen.
JAMES II: In diesem Modus enthält die Kombinierung zwei Parameter. Der
erste bestimmt den Apparat, den man fernbedient einzuschalten wünscht
("Anwendung") wie zum Beispiel: Fernseher, Tür, Telefon, Bett, Fenster
usw..... Der zweite Parameter bezieht sich auf die "Funktion" des vorher
ausgewählten Apparates wie zum Beispiel: Ein- und Ausschalten, Lautstärke
einstellen, Fernsehkanal, CD, Radiostation auswählen, Telefonnummer
einstellen usw. Darstellungsmässig sind die "Anwendungen" mit einem
schwarzen Symbol versehen, die "Funktionen" mit einem roten. Unter den 24
Tasten der Tastatur können 15 miteinander kombiniert werden (Tasten auf
weissem Grund), und erlauben somit 256 Kombinierungen.
Das graphische Zeichen (Symbol), das sich auf jeder Taste befindet, kann
zusätzlich mit einer Aufschrift bis zu 8 Buchstaben versehen werden. Es ist
übrigens möglich, den Inhalt einer Taste aufgezeichnet zu erhalten, ohne die
Fernbedienung zu aktivieren.
Sollten eine oder mehrere vorprogrammierte und gedruckte "Anwendungen"
oder "Funktionen" nicht belieben, so besteht die Möglichkeit, andere Symbole
auszuwählen.
Um nicht den raschen Zugang zu den Prioritärtasten zu beeinträchtigen,
stehen fünf direkte Tasten (Tasten auf gelbem Grund, oder, für den Notruf,
auf rotem) zur Verfügung.
SEITEN MODUS: Dieser Modus ist Einzelbestandteil des "Kombinierungs-
Modus". Er verhindert, dass jedes Mal die gewünschte "Anwendung"
ausgewählt werden muss. Sobald man sich im SEITEN MODUS befindet, sind
die "Anwendungen" automatisch gespeichert. Wählt man also die Seite
"Fernsehen", so braucht man nur noch die gewünschten Funktionen
anzugeben.
JAMES II erlaubt das Arbeiten im KOMBINIERUNGS + SEITENMODUS oder
aber nur im SEITENMODUS.
MULTIMODUS: Bei diesem Modus handelt es sich um einen Kompromiss
zwischen der Benutzerfreundlichkeit des DIREKT MODUS und der
Leistungsfähigkeit des KOMBINIERUNGSMODUS. In diesem Modus kann eine
Person den JAMES II in seiner einfachen Version bedienen und trotzdem
Zugang zu einer erweiterten Anzahl an Möglichkeiten finden (bis zu max. 256),
sollten seine Fähigkeiten sich verbessern.
JAMES II: Bei diesem Vorgehen stehen 16 direkte Tasten, welche die
Prioritärtasten darstellen, zur Verfügung. Hinzu kommen vier Tasten, die die
Auswahl aller programmierten Anwendungen und Funktionen erlauben, indem
eine um die andere, per Druck auf die gleiche Taste, aufgerufen wird. Ist die
Kombinierung einmal ausgewählt, also einerseits die Anwendung und
andererseits die gewünschte Funktion, wird, über das Betätigen der Taste
ENTER, das gewünschte Signal weitergeleitet.
Dieser Modus ist ganz besonders interessant, da er es Anwendern erlaubt,
mittels einer einzigen JAMES II-Programmierung, verschiedene
Anwendungsebenen zu benützen. So können Benützer mit eingeschränkten
Möglichkeiten direkten Zugang zu den 16 Tasten haben; jene mit guter
Leistungsfähigkeit haben Zugang zu den 16 Direkttasten und, mit Hilfe der 4
Wahltasten ANWENDUNG/FUNKTION, Zugang zu einer sehr erweiterten
Anzahl zusätzlicher Kanäle.
Gruppierte
Befehle Hier einige Beispiele, bei welchen sich die gruppierte Benützung als
ausgesprochen nützlich erweist:
Erstes Beispiel: Stellen wir uns vor, ein JAMES II-Benützer sieht gerade fern
und sein Freihandtelefon läutet. Um zu antworten, müsste er zuerst die
Lautstärke dämpfen und anschliessend am Telefon antworten. Unter
Umständen verliert er so zuviel Zeit.
Zweites Beispiel: Der Benützer möchte telefonieren und dementsprechend eine
Nummer einstellen. Um dies zu tun, muss er zuerst das Telefon bedienen und
anschliessend Zahl für Zahl eingeben. Diese Operation kann unter Umständen
relativ lange dauern und zur Folge haben, dass die Linie unterbrochen wird,
bevor die ganze Nummer eingegeben ist.
Drittes Beispiel: Wenn der Benützer zu Bett geht, muss er zuerst eine ganze
Anzahl verschiedener Operationen tätigen, wie zum Beispiel: Eingangstüre
verschliessen, elektrische Storen herunterlassen, verschiedene audiovisuelle
Geräte abschalten usw....
Viertes Beispiel: Bei gewissen Fernbedienungen, die zum Beispiel für die
Beleuchtung oder für elektrische Storen bestimmt sind, werden verschiedene
Funktionen angeboten. Eine kurze Impulsgabe löst eine bestimmte Funktion
aus; eine längere, eine andere (z. B. ein- und ausschalten des Lichts,
Lichtvariationen, elektrische Rolläden ganz oder teilweise
herunterlassen/heraufziehen).
JAMES II: bietet die Möglichkeit, verschiedenen Befehle zu gruppieren
(MACROBEFEHLE). Diese können zeitlich limitiert (z. B. wenn ein Benützer eine
Telefonnummer anwählt, die er nicht speichern will) oder aber permanent
gültig sein. Es gibt zwei Arten von möglichen MACROBEFEHLEN. Bei der
ersten werden nur die gewünschten Sequenzen (Befehlsgruppen) gespeichert.
Bei der zweiten geht es darum, bei einer Taste, die zwei Tasteninhalte hat, nur
eine Funktion auszuwählen (z. B. bei einer Lampe, wo mit kurzer Impulsgabe
das Licht ein- oder ausgeschaltet wird, mit einer verzögerten Impulsgabe
hingegen, die Helligkeit der Lampe variiert wird.
Aufnahme und
Wiedergabe von
Infrarot-Codes: Es erweist sich als problematisch, wenn der Installateur von
Umweltkontrollsystemen beim Behinderten an Ort und Stelle einen
gewünschten Code nicht einprogrammieren kann. Ein Umweltkontrollgerät
muss fähig sein, die momentan und die in der Zukunft benützten IR-Codes
aufnehmen und wiedergeben zu können und zwar in Anbetracht der nun
folgenden Auflistung:
a) Vielfachcodes oder "Togglecodes": Ohne dass der Benützer darüber
Bescheid weiss, löst bei solchen Codes ein wiederholter Druck auf eine
Taste drei bis vier Zyklen aus. Beispiel: Bei Philips, wo man die Protokolle
IR RC5 benützt, werden "Toggles" für die Funktionen MUTE und STEP
(Kanalwechsel Schritt für Schritt sowie für Kanäle, die höher liegen als die
Nr. 9) verwendet. Wenn man diese Codes nicht lernen und vor allem,
nicht reproduzieren kann, dann wird die normale Benützung dieser
Funktionen verunmöglicht.
JAMES II: Sein IR-Lern-System kann automatisch solche Toggle-Codes, die
bis zu vier Zyklen beanspruchen, lernen und reproduzieren. Nebst der
TOGGLE-Funktion, die bei gewissen Fernbedienungen eingesetzt wird,
kann sie ebenfalls benützt werden wenn:
- wenn man 2 bis 4 TV-Kanäle unter einer einzigen JAMES II-Taste
speichern will,
- man bei einer Beleuchtung, die eine Taste zum Einschalten und eine zum
Ausschalten benötigt, beide Befehle mit nur einer Taste ausführen möchte.
In solchen Fällen kann man dank einer besonderen Art der
Tastenprogrammierung - via aufeinanderfolgendes Betätigen der gleichen
Taste- bis zu vier verschiedene Funktionen auslösen.
b) Codes mit mehrerren Tràgerfrequenzen: Gewisse Fabrikanten benützen
Vielträgerfrequenz-Systeme, mit einer traditionellen codierten Ummantelung
(z. B. Blaupunkt in den 80er Jahren).
JAMES II: Sein Lern- und Reproduktionssystem der IR-Codes kann auch
solche Codearten bearbeiten.
c) Codes mit einfacher, nichtmodulierter Frequenz: Der SIEMENS DELTAFERN
Apparat (in seiner ersten Version) sowie andere, relativ günstige und
einfach zu bedienende Produkte, sind auf diese Art codiert. Jeder Kanal (im
Normalfall etwa 4) sendet seine eigene, nicht modulierte Trägerfrequenz
aus,.
JAMES II lern und reproduziert diese Art von Codes.
d) Codes mit hoher Trägerfrequenz: Die dänische Firma BANG & OLUFSEN
benützt diese Codes seit Jahren. Diese Technologie verbreitet sich schnell.
Ein Vorteil besteht darin, dass eine Trägerfrequenz bis zu 500 kHz,
zehnmal weniger Energie bei der IR-Uebertragung von Meldungen benötigt,
als herkömmliche Frequenzen, bei denen die Trägerfrequenz zwischen 30
und 50 kHz liegt. Man findet heutzutage in Warenhäusern einfache
Fernbedienungen für Lampen, die diese neuen Codes benützen. Einige
neue "Bus"-Domotik-Systeme benützen sie ebenfalls.
JAMES II lernt Codes, bei denen die Trägerfrequenz zwischen 100 und
500'000 Hz gelegen ist.
* Schwierige Codes: In gewissen Fällen kann es vorkommen, dass JAMES II
aufgrund seiner Lernbeschaffenheit einen IR-Code nicht akzeptiert.
JAMES II besitzt einen Erfassungsmodus, genannt TURBO, mit welchem
diese Problematik unter Umständen umgangen werden kann.
* Unmögliche Codes: Trotz aller Anstrengungen, die die FST unternommen
hat, um eine Infrarotsignal-Uebertragung zu realisieren, die auch diesen
Namen verdient, muss eingestanden werden, dass gewisse Codes (die
bereits heute auf dem Markt sind oder aber in zukünftigen Produkten
verwendet werden könnten) nicht in JAMES II eingegeben werden können.
In solchen Fällen ist vorgesehen, dass JAMES II in unseren Werkstätten
programmiert werden kann.
* Sendeleistung: Es kann vorkommen, dass heutige Umweltkontrollgeräte
nicht über eine ausreichende Sendeleistung verfügen. Es genügt bereits,
wenn man sehr schlecht dem Empfänger gegenüber positioniert ist oder
wenn die Distanz zwischen Sender und Empfänger zu gross ist, was dazu
führt, dass der Befehl nicht mehr durchkommt. Die Zuverlässigkeit der
ganzen Anlage wird darunter leiden.
JAMES II verfügt über ein IR-Sendesystem in fünf Richtungen. Um den
Energieverbrauch zu optimalisieren, kann die Leistungsfähigkeit moduliert
werden, indem man bei jeder einzelnen IR-Senderichtung bestimmt, ob sie
aktiviert werden soll oder nicht. Entscheidet man sich für den Sparmodus,
so kann man trotzdem, aber zeitlich begrenzt, die totale Leistungsfähigkeit
beanspruchen.
Aufnahme von
IR-Codes,
Erleichterung: Die Programmierung eines solchen Apparates ist nicht eine leichte Sache....
und schon gar nicht, wenn man die Gebrauchsanweisung verloren hat! Das
Menü von JAMES II zeigt während der Programmierung die
Gebrauchsanleitung Schritt um Schritt auf.
Programmiert man eine Direkttaste im Seiten- oder Kombinierungsmodus, s o
kommt es häufig vor, dass die Direkttasten auf jeder Seite den gleichen Inhalt
haben. Um bei der Programmierung Zeit zu sparen, wird der Inhalt einer Taste
automatisch auf alle identischen Direkttasten der anderen Seiten übertragen.
Diese Möglichkeit verhindert jedoch nicht, dass die Direkttasten, je nach
Wunsch, auf den folgenden Seiten neuprogrammiert werden können.
Energie: Quelle und Energiesparen: Da solche Apparate überall mitgenommen werden,
muss die Energiequelle so lang wie möglich autonom funktionieren. Es wäre
wünschenswert, wenn mehrere Quellen angezapft werden könnten, je nach
Art der Anwendung.
JAMES II:
a) JAMES II besitzt einen Speisestromkreis, der die durch die Batterien
gelieferte Spannung künstlich, bis zum letzten Moment, aufrechterhält. Die
Autonomie des Produktes konnte somit um ungefähr 30 erhöht werden.
b) JAMES II kann über Batterien, Akku (Ladung ausserhalb des Gerätes) oder
externe Ladegeräte gespeist werden. Um möglichen Fehlern vorzubeugen
und um eine direkte Speisung über die Batterien eines elektrischen
Rollstuhls zu ermöglichen, erlauben die Charakteristiken der externen
Speisung eine Spannung zwischen 5 und 24 Volt, mit Wechselstrom oder
Gleichstrom (unabhängig der Polarität des Steckers).
c) JAMES II zeigt den vorhandenen Energievorrat, je nach Quelle, an: diese
Möglichkeit kann böse Überraschungen vermeiden.....
Auf dem Bildschirm zeigt ein Batteriesymbol permanent den Energiestand der
vier Batterien an. Handelt es sich um eine nicht integrierte Ladequelle, dann
wird das "Stromzufuhrsymbol" durch einen Blitz dargestellt.
Speicher,
Kapazität: Es wäre einfach, die Speichergrösse eines solchen Apparates reichlich zu
bemessen. Dies würde sich jedoch beachtlich auf das Preisniveau
niederschlagen. Wir möchten an dieser Stelle daran erinnern, dass jene JAMES
I-Anwender, die einen grossen Teil ihres Speichers benötigen, um die Hundert
Funktionen in ihren Apparat eingegeben haben.
JAMES II: Die Speicherkapazität von JAMES II ist im Durchschnitt für ungefähr
200 Codes vorgesehen. Der ursprünglich eingesetzte Speicher kann jedoch
gegen einen anderen ausgetauscht werden, was die die Kapazität verdoppelt.
JAMES II kann übrigens auch den Speicherstand anzeigen (verbraucht oder
übrigbleibender Speicher), sowie die Anzahl der programmierten Kanäle.
Speicher,
Sicherung: Hier eine weitere Möglichkeit, die sich in folgenden Situationen als
ausgesprochen nützlich erweisen kann:
Erster Fall: JAMES II wurde soeben programmiert; eine darauffolgende
Fehlmanipulation löschte den gesamten Inhalt des Speichers.... Man muss also
nochmals von vorne anfangen!
Zweiter Fall: Nachdem JAMES II eine gewisse Zeit bedient wurde, erleidet er,
aus irgendeinem Grund, eine Panne und muss dementsprechend repariert
werden. Es kann während der Pannenbehebung vorkommen, dass der
gesamte Inhalt von JAMES II verloren geht; wiederum muss er neu
programmiert werden (was unter Umständen zur Folge haben kann, dass der
Bedienungsmann beim Benützer an Ort und Stelle die Neuprogrammierung
vornehmen muss...).
Dritter Fall: In einem für die Umweltkontrolle angepassten Gebäude ist
vorgesehen, 20 Personen mit JAMES II auszustatten. Alle Apparate auf die
gleiche Art und Weise zu programmieren ist eine langwierige Arbeit....
Vierter Fall: Die Bezugspersonen eines Benützers kennen den Apparat und
seine Möglichkeiten nur sehr oberflächlich. In einem solchen Fall muss also ein
Bedienungsfachmann an Ort und Stelle das Produkt programmieren....
JAMES II: Der Inhalt von JAMES II kann ganz oder teilweise gespeichert
werden:
a) in einen oder mehrere JAMES II
b) in einen Computer.
Diese Operation kann wechselseitig vorgenommen werden (JAMES II >
Computer / Computer > JAMES II).
Ergonomie,
Zugang : Die Verschiedenartigkeit, die den Benützern eigen ist, bezieht sich nicht nur
auf das intellektuelle Niveau, sondern selbstverständlich ebenfalls auf ihre
physischen und ergonomischen Charakteristiken. Einige unter ihnen können
die Normaltastatur problemlos bedienen; für andere ist das ein Ding der
Unmöglichkeit. Aus diesem Grund wäre es eigentlich wünschenswert, wenn
eine ganze Produktepalette vorgeschlagen würde, die den verschiedenen
Behinderungsformen Rechnung tragen und dementsprechend verschiedene
ergonomische Zugangsmöglichkeiten anbieten würde. Wegen wirtschaftlicher
Überlegungen (relativ kleiner Verbrauchermarkt; in gewissen Ländern muss
das Material recycliert werden) ist die Entwicklung mehrerer verschiedener
Apparate nicht wirklich durchführbar. Der Hersteller muss dementsprechend
Wege und Mittel finden, um in ein und demselben Apparat mehrere
ergonomische Zugangsmöglichkeiten vorzuschlagen.
JAMES II:
a) Fehlende Präzision bei der Bedienung der Tastatur: Tastatur von 12 bis zu
24 Tasten, mit der Möglichkeit, Tasten untereinander zu verkoppeln oder
den gleichen Tasteninhalt in mehrere Tasten einzuprogrammieren. Die
Grösse einer Taste kann "variieren".
b) Spasmus, zögernde Bewegungen: Verzögerungsfilter und andere Filter.
c) Die Tastatur kann unmöglich bedient werden: Scannerprinzip (Synoptische
Abtastung mit Aufleuchten kleiner Lämpchen), nach Linien, Kolonnen oder
Schritt für Schritt. Die Abtastung passt sich der Tastenwahl (12 oder 24)
an.
Gehäuse : 80 % der bei JAMES I angetroffenen Pannen (die Zahlen der anderen Geräte
kennen wir nicht) sind mechanischer oder chemischer Natur. Das
Herunterfallen des Gerätes kann den Bruch des Gehäuses zur Folge haben;
der Regen kann das Eindringen von Wasser verursachen und den Apparat
beschädigen.
JAMES II: Das Konzept der zur Realisierung des Gehäuses angewandten
Technologie, macht das Gerät aufprallresistent, beim Herunterfallen aus zwei
Metern Höhe auf einen harten Boden (das Gehäuse übersteht sogar, von
einem Auto überfahren zu werden).
Das Batteriegehäuse sowie der Ober- und Unterteil des Gerätegehäuses
werden mittels einer wasserdichten Dichtung zusammengehalten. Die Stecker,
die sich auf der Innenseite befinden, werden via Kautschukstöpsel vor
eventueller Wasserzufuhr geschützt.
Baukastenprinzip,
Normung,
Kombinierung : Ab 1997 werden mehrere Hersteller technischer Hilfen ihre Produkte mit einer
Norm ausstatten, welche die Kombinierung der Apparate untereinander
erlaubt. Immer öfter wurde in letzter Zeit der Wunsch geäussert, nicht nur ein
Gerät, sondern mehrere aufs mal bedienen zu können. Diese Norm ist die
Antwort auf diese Tendenz. Hilfsmittelbenützer wünschen sich eine
einheitliche Bedienung von: elektrischem Rollstuhl, Umweltkontrolle,
ergonomische Schnittstelle zur Bedienung des Computers und/oder
synthetischer Stimme. Wegen fehlender Standardisierung müssen zum
heutigen Zeitpunkt all diese verschiedenen Geräte separat auf dem Rollstuhl
angebracht werden.
JAMES II : Mit Unterstützung der Europäischen Union und dem Bundesamt für
Bildung und Wissenschaft, BBW, beteiligt sich die FST seit 1991 an einer Serie
von europäischen Forschungsprogrammen (TIDE), insbesondere an M3S und
FOCUS. Die Entwicklung eines Standards, der die Kombinierung
verschiedener technischer Hilfen untereinander erlaubt (oder wenigstens
einen Teil davon) konnte im Rahmen dieser Projekte realisiert werden. Diese
Norm, auf den Namen M3S getauft, sollte in den nächsten Jahren von immer
mehr Fabrikanten übernommen werden.
JAMES II entspricht bereits der der Norm M3S, Version 2.0.
JAMES II: Gebrauchsanweisung (in Bearbeitung)
DANK
Die Entwicklung von JAMES II hätte nicht ohne die technische oder finanzielle Unterstützung
folgender Firmen, Organisationen und Institutionen erfolgen können:
- Ingenieursschule des Kantons Neuenburg, Le Locle,
- Die im Neuenburgischen ansässige Stiftung SOVAR,
- Generaldirektion XIII der Europäischen Kommission, im Rahmen ihrer Programme TIDE und
SPRINT,
- Schweizerische Paraplegiker-Stiftung,
- Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind,
- Firma Canon Schweiz AG,
- Bank Lombard, Odier & Cie, Genf.
Die FST dankt an dieser Stelle für die zahlreichen und wichtigen Beiträge, die sie im Rahmen dieser
Entwicklung erhalten hat.
Aus dem Französischen übersetzt von Kathrin Roth.
März 1996





 

 

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