Wie moderne Technologien Mängel kompensieren können, die auf altersbedingte Krankheiten zurückzuführen sind Unter den infolge Alterserscheinung hervorgerufenen Behinderungen gibt es einige, die für die Betroffenen gezwungenermassen eine Änderung der Lebensgewohnheiten nach sich ziehen. Unter anderem ist dies bei einer erheblichen Einschränkung der Mobilität oder der körperlichen Kräfte der Fall oder aber beim Auftreten einer Altersdemenz verbunden mit der Alzheimerkrankheit. Eine eingeschränkte Mobilität vermindert die Bewegungsfreiheit in der Wohnung. Das zu langsame Fortbewegen kann zum Beispiel zur Folge haben, dass das Klingeln an der Haustür oder das Läuten des Telefons nicht rechtzeitig beantwortet werden kann (inzwischen hat der Besucher angenommen, dass die betreffende Person nicht zu Hause ist und bricht den Kontaktversuch ab). In einem solchen Fall wäre ein kabelloses Kommunikationsgerät oder eine einfache Fernbedienung von grossem Nutzen. Der Verlust der physischen Kräfte kann ganz einfach zur Folge haben, dass eine Lifttüre oder eine Hauseingangstüre nicht mehr geöffnet werden kann; kleine architektonische Barrieren bilden plötzlich ein unüberwindbares Hindernis: hier ein blockiertes Fenster, dort eine Kastentür die klemmt... Das Motorisieren dieser Elemente würde die weitere Benutzung ermöglichen. Die Altersdemenz kann verschiedene Unannehmlichkeiten nach sich ziehen. Eine Fernbedienung oder sogar die Bedienung des Telefons kann in einem solchen Fall zu komplex sein; ändert man diese Apparate jedoch in vereinfacht zu handhabende Geräte um, lassen sich gute Resultate erzielen. Eine Altersdemenz führt bei den Betroffenen oft zu desorientiertem Umherirren. Ein auf die persönlichen Bedürfnisse ausgerichtetes Alarmsystem, welches das Verlassen der sicheren Umgebung des verwirrten Mitmenschen signalisiert, kann sich als einzige Lösung erweisen, damit dieser weiterhin zu Hause oder zumindest in einer offenen medizinischen Anstalt bleiben kann. Die vielen verschiedenen zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmittel können sicher nicht sämtliche Probleme lösen. Fest steht jedoch, dass sie bei sinnvoller Anwendung merklich zur Beibehaltung einer fundamentalen Freiheit beitragen, nämlich zur Wahl des persönlichen Lebensraums. Vielversprechend ist die Entwicklung dieser Hilfsmittel nicht allein durch den eigentlichen technischen Fortschritt selber, sondern sie liegt vielmehr in der Fähigkeit der Benutzer, ihre Bedürfnisse immer besser zu definieren, indem sie ihren physischen oder mentalen Möglichkeiten und deren Einschränkungen realistisch gegenüberstehen. Eine Technologie im Dienste der Freiheit? - Ja, unter diesem Motto: HighTech, Ethik und Takt! Jean-Claude Gabus Direktor der Stiftung für elektronische Hilfsmittel (FST) Heute sind es mehr als 10'000 Benutzer, die technische Hilfsmittel der FST (gegründet 1982) benutzen. Immer häufiger sind es ältere Menschen, die zu ihren Kunden zählen.
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